Die Falkner vom Falkenhof. Zweiter Band. by Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem

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Adlersfeld-Ballestrem, Eufemia von, 1854-1941 Adlersfeld-Ballestrem, Eufemia von, 1854-1941
German
If you love old-fashioned family sagas with secrets, feuds, and a big old castle, let me tell you about this book. It's the second volume in a German series from the 19th century, and it picks up right where the drama left off. We're back with the Falconers of Falkenhof, a noble family where duty and honor clash with hidden desires and long-buried scandals. Think forbidden romances, land disputes, and the constant pressure to uphold the family name. It’s a slow-burn, character-driven story that pulls you into their world. You don't need to have read the first book to jump in, but be ready for some classic, juicy melodrama.
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unebnen, steinigen Wege, dessen scharfe Kanten ihre Füße verletzten. Endlich aber stand sie vor einer undurchdringlich grauen Wand -- sie wußte nicht, war's Nebel, war's ein Felsen, der den Weg versperrte. Rechts und links gähnten tiefe Abgründe, die ins Unendliche zu führen schienen, und als sie sich wendete, um zurück zu gehen, da hatte ein rauschender Strom den Weg überschwemmt oder fortgerissen, so daß sie verloren schien. Und in der furchtbaren Angst, die sie befiel, klopfte sie an den Felsen wie an eine Thür. Und siehe da -- die kahle graue Wand schien sich auseinander zu schieben, die Nebel schienen zu zerreißen, dünner und dünner zu werden, und endlich sah sie durch die Wand hindurch, und sah -- sich in ihrem eignen Zimmer sitzen. Aber sie war nicht allein. Ihr gegenüber hatte Doktor Ruß Platz genommen. Der sprach eifrig in sie hinein -- sie hörte den musikalischen Ton seiner Stimme, aber sie verstand seine Worte nicht. Und er schob ein auf großem, weißem Bogen entworfenes Schriftstück auf dem Tisch zu ihr hinüber und sie sah, wie sie selbst das Dokument ergriff, zerriß und in das Feuer warf, welches im Kamin brannte. Da erhob sich Doktor Ruß und drückte auf den Kopf der linken Kaminmantelfigur und der ganze Kamin drehte sich hinein in die Wand mitsamt dem Doktor Ruß wie ein Karussell, und als er wieder mit seiner Vorderseite erschien, war Doktor Ruß verschwunden. Da begannen wieder Nebel zu ziehen über das klare Bild -- hastig, wie vom Sturm gejagt, und wieder zerrissen die grauen Wolken, und wieder sah Dolores sich selbst stehen im Dämmerlicht, im weißen Kleid, Hand in Hand mit Alfred Falkner. Und der Ort, an dem sie standen, war das Hexenloch unten im Park. Schwarz schimmerte das scheinbar regungslose Wasser, geheimnisvoll flüsterten die Tannen und Buchen über ihren Häuptern, es webte in der stillen Abendluft seltsam und geheimnisvoll, und wo im Westen der Park eine Lichtung hatte, schimmerte blutrot ein Streifen an der Stelle, wo die Sonne eben untergegangen war. Und Alfred Falkner ließ ihre Hände los und schritt durch die Lichtung dem Streifen entgegen. Da ward es ganz dunkel. Und es hob sie ein Etwas empor, und die Wasser des Hexenloches schlugen über ihr zusammen, und es ward dunkel und dunkler um sie -- -- Und als sie die Augen aufschlug, träumte ihr weiter, da sah sie sich langsam durch den Park schreiten, einen Brief in der Hand mit einem fremden Poststempel. Sie zerriß das Couvert und begann den Brief zu lesen, aber während sie dazu ihre Schritte anhielt, schlug etwas in das Briefblatt, sie wußte nicht was, doch sie sah, daß ein erbsengroßes, rundes Loch mit versengten Rändern in dem Papier entstanden war. Und wieder ward es licht, und sie sah sich abermals selbst auf die Terrasse des Falkenhofes hinaustreten, wo Frau Ruß und ihr Mann standen. Hinter ihr brachten Diener einen fertig besetzten Theetisch, und alle nahmen Platz und Dolores schenkte drei Tassen Thee ein. Da kam Engels hastigen Schrittes die Terrasse herauf, die Flinte über der Schulter, einen erlegten, mächtig großen Vogel in den Händen, und alles sprang auf, die Beute zu sehen, und während Engels die Flügel des Vogels auseinanderlegte, sah Dolores sich selbst die Spannweite der Flügel messen. Währenddessen schien es ihr, als thäte Doktor Ruß ein Stück Zucker in ihre Theetasse, und sie schrie auf: »Nicht so süß! Nicht so süß!« Aber sie trank den Thee dennoch, und er schmeckte nicht süß, aber fremdartig, ihr ekelte es vor dem Getränk. Während sie aber trank, sah sie die kalten, hellblauen Augen der Frau Ruß mit seltsam forschendem, grausamem Ausdruck auf sich gerichtet,...

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This second book continues the sprawling tale of the Falconer family, guardians of the Falkenhof estate. The story centers on the younger generation as they navigate the strict social rules of their time. Old rivalries with neighboring families simmer, while new romantic entanglements threaten to upset carefully laid plans for inheritance and power. The central tension often comes from a character's personal wishes crashing against their duty to the family legacy. Secrets from the past begin to surface, forcing characters to question everything they thought they knew about their parents and their own place in the world.

Why You Should Read It

Adlersfeld-Ballestrem had a real gift for creating a vivid atmosphere. You can practically smell the leather in the falconry mews and feel the weight of the tapestries in the castle halls. The characters, while products of their very formal era, feel real in their struggles. You get frustrated with their stubbornness and cheer for their small rebellions. It’s a fascinating look at a rigid social structure and how people tried to find love and purpose within it. The drama is big, but it never feels cheap—it comes from the heart of who these people are.

Final Verdict

This is a perfect pick for readers who enjoy immersive historical fiction and classic family epics. If you like authors like Eugenia Price or the slower, richer moments in a Tolstoy novel, you'll appreciate the detailed world-building. It’s not a fast-paced thriller; it’s a book to sink into over a weekend, a character study wrapped in a historical drama. Just be prepared for some very 19th-century pacing and sensibilities.



ℹ️ Copyright Status

This book is widely considered to be in the public domain. Access is open to everyone around the world.

Noah Nelson
2 weeks ago

During my studies, I found that it creates a vivid world that you simply do not want to leave. Thanks for making this available.

Melissa Anderson
4 months ago

After looking for this everywhere, it challenges the reader's perspective in the most intellectual way. I appreciate the effort put intoo this.

Kevin Baker
4 months ago

As an avid reader, the progression of ideas feels natural and coherent. I would gladly recommend this to others.

Joseph Perez
3 weeks ago

I decided to give this a chance and the author anticipates common questions and addresses them well. Well worth recommending.

Jessica Moore
1 month ago

I’ve read many books on this subject, and the emotional weight of the story is balanced perfectly with moments of levity. I will be reading more from this author.

5
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