Die Gedichte von Sommer und Tod by Ernst Blass

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Blass, Ernst, 1890-1939 Blass, Ernst, 1890-1939
German
Have you ever felt like a season could hold your whole life? That's what reading Ernst Blass's poetry collection feels like. 'Die Gedichte von Sommer und Tod' (The Poems of Summer and Death) isn't about a plot twist or a single mystery. It's about the biggest conflict of all: the intense, fleeting beauty of being alive set against the quiet, constant presence of its end. Blass, writing in early 20th-century Germany, captures that perfect summer afternoon where you're so happy it almost hurts, because you know it can't last. He puts words to that bittersweet feeling. If you've ever watched a sunset and felt both joy and a strange pang of sadness, this book is for you.
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ERNST BLASS DIE GEDICHTE VON SOMMER UND TOD 1918 KURT WOLFF VERLAG / LEIPZIG BÜCHEREI »DER JÜNGSTE TAG« BAND 46 GEDRUCKT BEI DIETSCH & BRÜCKNER / WEIMAR COPYRIGHT KURT WOLFF VERLAG / LEIPZIG, 1918 Der Tau fällt auf das Gras, wenn die Nacht am verschwiegensten ist. _Nietzsche_. I EINGANG Was dir genommen auch ward, o suche nicht über die Erde! Nimmer findet so deine Sehnsucht das Gut. Wehre dem Troste nicht, ihn schickt der mächtige Herrscher Aus dem Himmel herab, beuge dich Seinem Befehl! Aber wandte sich nicht der göttlichen Mutter Demeter Grenzenloser Schmerz? Kam nicht die Tochter zurück? Geht nach dunkler Gewalt des abgestorbenen Jahres Kore nicht aufs neu jedem Tode hervor? Fühle, die Nächte des Landes sind von Gestorbenen bewohnet, Ob auch der menschliche Sinn sich noch ihr Dasein verbirgt, Ob er auch Hunderte Tage gewaltsamer Wache ertrage, Schattenhafte bevölkern ringsum die Sommernacht. Sind die grünen Wälder von bleicherem Schein überflogen, Ist es Schimmer des Monds, der sie wie immer besucht, Und vom rauchenden Tod die erlösten und leisen Gestalten Wandeln entseelt und verkannt nun in Berg und in Tal. Vorsprünge wissen von ihnen, es weiß von ihnen der Abgrund, Der in den Tiefen des Walds sich ihren Spielen vereint. Hohl, ohne Blick und seltsam, so mischt sich ihr Wesen der lieben, Ihr, der erfüllten Nacht, die sie gastlich umschließt, Die in heiligem Rauschen verlorene Scharen vollendet Und, die durch Tod befreit, mächtig doppelt erlöst: Auch das Leere, das Graun im Ewigen einst zu verwandeln, Wenn wieder himmlische Sonne brennt im starken Azur. Todes einziges Wesen ist auf die Männer gesenket, Die in freudigem Lauf fielen oder verstört, Die im warmen Empor zum großen Dunkel gestürzet, Und die, irr und gequält, Tod der Erlösende nahm. Ach, zog er sie denn nicht in seine milderen Räume, Wo verblendend kein Licht auf die Leidenden fällt? Wenn verklingender Tag ein seltenes Schweigen bereitet, Fühlt das schlagende Herz seine Beruhigung vor. Aber in Wildnis verstrickt und von Gewalt überfallen, Trifft der sterbliche Mensch jäh das klaffende Mal, Da ihn das Leben verläßt, das traute, innig gesellte, Und in neues Gefühl stürzt er blindlings hinab. Wolken kreisten ihm noch, noch trug ihn tapferes Wissen, Doch die endliche Kraft kam zu tödlichem Fall. Und im lichtlosen Reich, das dauernder Nebel durchwaltet, Ist er, schwebend und leer, eine fremde Gestalt. Nun auf dämmriger Höh erheben leise die Klagen Ihrer Stimme Getön, ihre zarte Gewalt, Und umschattet von Qual, von unendlichem Weh überwältigt, Irrt der eigene Klang ins verlassene Tal. Schleier senkt sich herab, es währt die Nacht bis zum Morgen, Wo das reinere Licht um Verlorenes weint, Und von Tränen benetzt der selige Glaube emporkeimt, Daß vom schmerzlichen Strand einst der Vater dich ruft. II SCHATTEN Höhnen auch Narren Zwecklosen Traum, Müssen verharren Am dunklen Baum. Äste gesenket -- Gilt kein Vorbei, Eh nicht geschenket Blüten der Mai. Steigen die Sommer Immer aus Tod: Ehret ein Frommer Solches Gebot. AUF EINEN GEFALLENEN Als Bewußtsein deines Falles Unser armes Herz durchdrang: Wieder wars geschehn um alles, Wir erbleichten, wurden krank. Und die wissender sich deuchten, Fühlten, daß sie nicht gewußt, Als sie so verließ dein Leuchten, Übertraf sie der Verlust. Wie du zieltest, wie du ranntest, Ließen froh wir dich hinweg, Keinen Blick auf uns verwandtest Du aus Augen stark und keck. Eiltest herrisch durch das Leben, Schiedest ohne letzten Wink, Und wir fühlten dich fast schweben, Als dein Licht schon unterging. Wiederum in jähem Sturze Fiel ein Knabe unbewacht, Den es hinriß durch die kurze Lebenszeit zu Kampf und Schlacht. Reinem Lose, stolzem Fliegen, Unbewußtem Überschwang, Führe es auch nicht zu Siegen, Schallt doch ewig...

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Ernst Blass's 'Die Gedichte von Sommer und Tod' is a collection of poems from the Expressionist era in Germany. There's no traditional story with characters and chapters. Instead, the 'plot' is an emotional journey. It moves through the vibrant, sensory overload of summer—its light, heat, love, and ripe fullness—and walks right up to the cool shadow of death, not as something scary, but as a natural, reflective part of life's cycle.

Why You Should Read It

This book surprised me. I expected dense, difficult poetry, but Blass has a way of making big feelings clear. His summer isn't just a season; it's youth, passion, and the peak of experience. His 'death' isn't always an end; sometimes it feels like rest, memory, or the necessary quiet after too much noise. Reading it feels like holding two magnets that both attract and repel each other. You feel the pull of life's most vivid moments and the gentle, inevitable drift toward stillness. It's deeply personal, but it speaks to a universal feeling we all have but rarely name.

Final Verdict

This is for the mood readers, the contemplative souls, and anyone who loves beautiful, poignant language. If you enjoy poets like Rilke or Hesse, you'll find a kindred spirit in Blass. It's perfect for a quiet evening or a slow Sunday morning, preferably with a window open to the actual weather outside. It's a short collection, but it leaves a long, lingering impression.



⚖️ Free to Use

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David Hall
2 months ago

As part of my coursework, the depth of research presented here is truly commendable. I would gladly recommend this to others.

Lisa Scott
4 months ago

Simply put, the content remains relevant throughout without filler. Simply brilliant.

Donna Johnson
5 months ago

I was searching for something reliable and the interplay between the protagonists drives the story forward beautifully. I finished this feeling genuinely satisfied.

Ashley Hernandez
1 month ago

Make no mistake, the examples used throughout the text are practical and relevant. Absolutely essential reading.

John Ramirez
4 months ago

I was searching for something reliable and the clarity of explanations makes revisiting sections worthwhile. Truly inspiring.

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4 out of 5 (5 User reviews )

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