Lebensbilder : Novellensammlung by Ida Barber

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Barber, Ida, 1842-1931 Barber, Ida, 1842-1931
German
Have you ever wondered what life was really like for women in the late 19th century, beyond the history books? Ida Barber's 'Lebensbilder' (Life Pictures) is a collection of short stories that pulls you right into that world. It's not about grand historical events, but about the quiet, often difficult choices women faced every day. Think of it as a series of intimate portraits—some hopeful, some heartbreaking—that explore marriage, duty, family, and the small acts of courage that defined a life. If you love character-driven stories that feel real and leave you thinking, this hidden gem is for you.
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Rechtschreibregeln, als einfache Anführungszeichen dargestellt. Umlaute in Großbuchstaben (Ä, Ö, Ü) werden durch deren Umschreibungen (Ae, Oe, Ue) wiedergegeben. Der Übersichtlichkeit halber wurde das Inhaltsverzeichnis vom Bearbeiter an den Anfang des Texts verschoben. Das Original wurde in Frakturschrift gesetzt; besondere Schriftschnitte werden im vorliegenden Text mit Hilfe der folgenden Sonderzeichen gekennzeichnet: fett: =Gleichheitszeichen= gesperrt: +Pluszeichen+ Antiqua: ~Tilden~ #################################################################### Lebensbilder. [Illustration] Novellensammlung. von Ida Barber. [Illustration] Wien 1882. Verlag von E. Czaki. IX., Maximilianplatz 3. Widmung. Als vor kaum einem Jahre edle, für das Allgemeinwohl thätige Männer und Frauen daran gingen, in Wien die erste Wärmestube zu eröffnen, da ahnte der größte Theil des Publicums noch nicht, wie sehr vielen Tausenden diese That reiner Menschenliebe in Stunden der Noth zu Gute kommen sollte. Wir sahen sie seitdem schaarenweise, zitternd und frierend, entkräftet und arbeitsunfähig die Locale aufsuchen, in denen sie die erstarrten Glieder beleben, sich an einem warmen Getränk laben konnten. -- Hunger und Kälte sind gar schlimme Bundesgenossen, die manchen sonst thätigen, rechtlich denkenden Mann, dem das Dasein ehedem lieb war, zu dem verzweifelten Entschluß brachten, diesem Leben ein Ende zu machen. Wer kann sich, wenn ihm nicht Gelegenheit wird, das Elend der unteren, arbeitslosen Volksmassen kennen zu lernen, einen Begriff von jenen Zuständen machen, die leider Gottes allda existiren? Die Noth trifft Diejenigen am schlimmsten, die gerne arbeiten wollen und kaum Erwerb finden. Betteln können sie nicht gehen, frieren und hungern mögen sie auch nicht. Wohin sollen sie in der Verzweiflung ihre Schritte lenken? Siehe, da öffnet sich ihnen, den Armen, die sich schon von Gott und aller Welt verlassen wähnen, gastlich eine Pforte; sie treten ein, belebende Wärme dringt ihnen entgegen, gütige, wohlwollende Menschen heißen sie willkommen, laben und stärken sie, geben ihnen Vertrauen und Hoffnungsfreudigkeit wieder. Diese Idee, sich der Armen, der Hungernden und Frierenden anzunehmen, ihnen ein Heim zu gründen, in dem sie, wenn auch nur zeitweise, ihr Elend vergessen, ist der Unterstützung aller Gutgesinnten werth. Ich sehe es als heilige Pflicht an, diese Idee zu fördern, in ihrem Dienste thätig zu sein. Ist es sonst eine in der Schriftstellerwelt ziemlich allgemein gültige Sitte, ein Werk einer hochstehenden Persönlichkeit zu widmen, so widme ich vorliegendes Schriftchen einer humanitären Idee, die mir das, was die Bestgesinnten unserer Zeit erstreben, theilweise in sich zu verkörpern scheint. Der Reinertrag dieses Bändchens ist zum Besten der Wärmestuben bestimmt. Die Erzählungen sind zumeist dem wirklichen Leben entnommen; möchten sie Denen, die mit der Noth dieses Lebens zu kämpfen haben, zum Segen gereichen. +Wien+, im December 1881. =Ida Barber.= Inhalt. Seite Weihnachtsschäfchen. Skizze nach dem Leben 5 Ein improvisirtes Verlobungsfest. Humoreske 16 Aus dem Leben eines Gründers 51 Glaubenskämpfe 74 Thurmwächters Rundschau in der Sylvesternacht 149 Eine verunglückte Speculation 155 [Illustration] Weihnachtsschäfchen. Skizze nach dem Leben. Es war an einem jener eisig kalten, sternenhellen Winterabende, als ein ärmlich gekleidetes, ungefähr sechsjähriges Mädchen zitternd und frierend an einem Eckhause der Königsstraße in Berlin lehnte und, ach wie oft vergeblich, seine kleinen Schäfchen den Passanten zum Kauf anbot. „Kaufen Sie, lieber Herr,“ bat sie, „die Mutter ist krank und hat heute noch nichts gegessen!“ Niemand schien ihre Worte zu beachten. War es ja heute Heiliger Abend; Jeder hatte mit sich selbst, seinen Einkäufen und Geschenken so viel zu thun, wie sollte man da auf die ärmliche Kleine Acht haben können! Bald kam auch ein Schutzmann, der sie zum Weitergehen antrieb, da er sie sonst arretiren müsse. Unter Thränen nahm das Kind die schön aufgebauten Schäfchen in einen Korb und wanderte weiter, die Kurfürstenbrücke entlang; -- sie sah sich um, ob ihr der Polizist folge; Gottlob, nein; er hatte Kehrt gemacht; noch einmal wagte sie...

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Ida Barber's 'Lebensbilder' is a collection of short stories, or novellas, written in the late 1800s. Instead of focusing on one plot, it offers a series of snapshots into the lives of ordinary, mostly middle-class women in German-speaking Europe. We meet young women navigating the pressures to marry, wives trapped in unhappy or stifling marriages, mothers sacrificing for their children, and individuals wrestling with duty versus personal desire. The central thread isn't a single mystery, but the quiet, internal conflict of trying to find purpose and happiness within the strict social rules of the time.

Why You Should Read It

What struck me most was how modern these stories feel. While the settings are historical, Barber writes about timeless struggles: the weight of expectation, the search for identity, and the quiet resilience of her characters. She doesn't judge them; she simply shows us their lives with clear-eyed compassion. You won't find dramatic villains here. The real antagonist is often circumstance or society itself. Reading it feels like uncovering a secret history of everyday emotions.

Final Verdict

This book is perfect for readers who love historical fiction that focuses on character and social detail over sweeping adventure. If you enjoyed the intimate feel of authors like Jane Austen or Elizabeth Gaskell but want to explore a Central European perspective, Barber is a fascinating discovery. It's a thoughtful, sometimes melancholic read that offers a powerful glimpse into a world both foreign and strangely familiar.



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Sarah Ramirez
3 months ago

What caught my attention immediately was that the diagrams and footnotes included in ths version are very helpful. It is definitely a 5-star read from me.

Elijah Allen
1 month ago

This was recommended to me by a colleague and the content remains relevant throughout without filler. This has earned a permanent place in my collection.

Christopher Rodriguez
5 months ago

After looking for this everywhere, the progression of ideas feels natural and coherent. This made complex ideas feel approachable.

Jessica Scott
1 week ago

After completing the first chapter, the presentation of ideas feels natural and engaging. An unexpectedly enjoyable experience.

Linda Martin
4 months ago

This download was worth it snce the character development is subtle yet leaves a lasting impact. I finished this feeling genuinely satisfied.

4
4 out of 5 (5 User reviews )

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